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Bericht: Duo-Turnier in Eschweiler

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Wanderpokal geht nach EschweilerDie siegreichen Samurais

Begonnen hat alles als Freundschaftskampf mit Grillen zwischen den Samurais Eschweiler von Andreas Dern und den Kihakus von Werner Petersen aus Dremmen. Bei der diesjährigen Austragung, die am 29. Mai 2010 in Eschweiler statt fand, war aus dem Grillnachmittag ein veritables Turnier mit mittlerweile vier Mannschaften geworden. 51 Ju-Jutsuka von 6 - 17 Jahren, von Weiß- bis Blaugurt aus den Vereinen BTB Aachen, BC Erkelenz, Kihaku Dremmen und natürlich vom diesjährigen Ausrichter Samurai Eschweiler kämpften im Duo-System um die in der Halle ausgestellten Pokale.

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde ein Turniermodus angewendet: Zwei Richtertische mit je drei Punktrichtern machten möglich, dass in der Vorrunde auf 2 Matten gleichzeitig gekämpft werden konnte. Die drei besten Duos jeder Altersklasse kamen dann in die Finalrunde. Hier gab es nur noch eine Matte, und die Duos wurden von also sechs Punktrichtern bewertet.
Zu sehen und bewerten gab es viel: Von kleinen Weißgurten, die gerade ihre ersten Schritte im Ju-Jutsu machten und trotzdem den schon den Mut hatten, vor Publikum in einem Wettkampf anzutreten, bis zu großen Blaugurten, die mit Stock und Messer auf einander losgingen. Das Reglement war auf Kinderniveau reduziert worden: Etikette spielte keine Rolle, der Mattenkampfrichter sagte die Angriffe an, und die Punktrichter bewerteten individuell nach Alter und Gürtelgrad, wobei man "Nervositätsfehler" sehr großzügig sah. Der Spaß sollte ganz klar im Vordergrund stehen, Leistungssport soll woanders praktiziert werden - wer weiß, ob in Zukunft nicht manch eine(r) aus diesem Wettkampf nicht noch den Weg dorthin findet.

Das Leistungsniveau war diesmal deutlich geteilt: Es gab viele Kämpfer auf Einsteigerniveau, die auch die ganze Palette dessen zeigten, was man Kindern auf diesem Niveau erwarten kann. Unter den späteren Preisträgern sah das ganz anders aus: Sie zeigten wirklich eine ganz andere Klasse, und das bei sehr dichtem Leistungsniveau: Zwei Duos mussten sogar in ein Stechen geschickt werden, aus dem sie wieder mit Unentschieden hervorgingen. So mussten dann die Vorrundenergebnis über die Platzierung entscheiden. Aufgrund des Alters oder der Graduierung konnte man jedenfalls nicht auf das Leistungsniveau schließen.

Die folgende Platzierungen wurden in den jeweiligen Altersklassen erzielt:Sieger Altersklasse 6-10

Altersgruppe 6 - 10 Jahre:

1. Platz
Anna-Lena Fromm / Eric Kochs (Samurai Eschweiler)

2. Platz

Luca Tilly / Hendrik Schmidt (Kihaku Dremmen)

3. Platz
Dunja Körfer / Anna-Lena Fromm (Samurai Eschweiler)

 

Sieger Gruppe 11-12Altersgruppe 11 - 12 Jahre:

1. Platz
Julian Siebertz / Alina Hötel (BC Erkelenz)

2. Platz
Elisa Jüsten / Vanessa Witte (Samurai Eschweiler)

3. Platz
Lars Kembügler / Elisa Jüsten (Samurai Eschweiler)

 

Altersgruppe ab 13 Jahre:Sieger Gruppe 13-17

1. Platz
Lukas Flohr / Jonas Prümmer (BTB Aachen)

2. Platz
Andreas Spiertz / Tobias Spiertz (Kihaku Dremmen)

3. Platz
Damian Schöngen / Christoph Ludwig (Kihaku Dremmen)

Dann wurde noch ein Sonderpokal vergeben. Da die Altersklasse von 13-17 vom Altersunterschied her schon recht groß ist, diese zudem auch noch sehr stark besetzt war, wurde hier ein besonderer Blick auf die Jüngsten in dieser Klasse geworfen. Und siehe da: Es waren auch einige 11-jährige dabei, die nur deshalb hier mit 17-jährigen Blaugurten antreten mussten, weil ihr Partner bereits 13 war. Bei einem so starken Starterfeld hätten diese Elfjährigen eigentlich keine Chance gehabt. Dennoch zeigte ein Blick in die Ergebnislisten, dass die Elfjährigen teilweise nur haarscharf einen Pokal verpasst hatten. Eine mehr als nur bemerkenswerte Leistung, die das Kampfgericht dann mit einem Sonderpokal belohnte:

Sonderpokal 
Lutz Franken / Dominik Krzoska (Kihaku Dremmen)

Und dann stand da noch ein Pokal: Der große Wanderpokal, den das Ju-Jutsu Team Kihaku beim letzten Mal gestiftet und danach dann auch gewonnen hatte. Ein Pokal in Form zweier Ju-Jutsuka im Kampf, in Silber und Kupfer glänzend. Den wollte natürlich jeder Trainer am liebsten mit nach Hause nehmen. Ausgelobt wurde dieser Pokal als Mannschaftspokal, mit dem die Leistung der gesamten Mannschaft belohnt werden soll. Dazu mussten die Ergebnislisten wieder intensiv ausgewertet werden, und siehe da: Der Wanderpokal geht diesmal auf Wanderschaft. Dieses Mal konnte Andreas Dern den Pokal für seine Samurais aus der Hand von Werner Petersen in Empfang nehmen.
Doch damit nicht genug der Preise: Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde und eine goldene Medaille, denn ist schon ein ganz gehörige Leistung, sich vor Publikum einem Kampfgericht zu stellen. Und dieser Mut wurde so belohnt. So gab es am Ende auch nur Gewinner, und tatsächlich sah man überall nur strahlende Gesicher - wobei die der Samurais an diesem Tag natürlich verdientermaßen etwas mehr strahlten, denn nun haben sie für zwei Jahren den Wanderpokal in ihrem Besitz. Dann werden sich die Mannschaften in Aachen wiedersehen, und wer weiß, vielleicht sogar auf neue Gegner treffen.

 PS: Schaut mal öfter rein, es folgt noch eine Bildergalerie!

Jochen Jansen

Landesjugendleiter Internet